| Vorgeschlagen waren:
Wolfgang Reinhart und Volker Hoff: Die beiden Europaminister aus Baden-Württemberg und Hessen setzten sich im Jahr 2008 besonders für die Stärkung der deutschen Sprache in der Europäischen Union (EU) ein. Reinhart, der EU-Sprachenbeauftragte der Länder, setzt seit seinem Amtsantritt am 4. Juni 2008 alle Hebel in Bewegung, um zu Fortschritten zu kommen. Hoff übergab im April 2008 EU-Sprachenkommissar Orban eine von zahlreichen europäischen Regionen und Europaabgeordneten unterzeichnete Erklärung zur stärkeren Verwendung der deutschen Sprache in der EU.
Initiative „Pro Deutsche Welle“: Rund einhundert Mitarbeiter der „Deutschen Welle“ schlossen sich im Ende August 2008 zur Initiative „Pro Deutsche Welle“ zusammen. Sie wollen verhindern, daß die englische Sprache Deutsch als Leitsprache des Auslandssenders, der sich aus deutschen Steuergeldern finanziert, ablöst.
Paul-Josef Raue: Der Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung spießt in seiner wöchentlichen Kolumne „Friedhof der Wörter“ Fehlentwicklungen in der deutschen Sprache auf. In gekonnter Weise schreibt er nicht nur über „Denglisch“, sondern zu allen Fragen der deutschen Sprache. Seine allgemeinverständliche Sprachkritik ist bei den Lesern äußerst beliebt. Die regionale Tageszeitung hat eine verbreitete Auflage von rund 170.000 Stück.
Manuscriptum: Der an das Versandhaus „Manufactum“ angeschlossene Verlag hält an der traditionellen Rechtschreibung fest und bietet mit dem Mackensen nicht nur „das einzige verfügbare große Wörterbuch in der bewährten Orthographie“ an, sondern auch zahlreiche zeitlose sprachkritische Werke wie Arthur Schopenhauers „Aber die Sprache laßt unbesudelt“.
Norbert Lammert: Der Bundestagspräsident brachte die Forderung, Deutsch ins Grundgesetz aufzunehmen, in die politische Debatte. Der Anlaß seiner Initiative war die erste Föderalismusreform von 2006. Seit dem Beschluß des CDU-Bundesparteitags vom 2. Dezember 2008 ist das Thema in aller Munde.
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