| Vorgeschlagen waren:
Natascha Kampusch: Nachdem die 18jährige am 23. August aus ihrem dunklen Verlies befreit wurde, in dem sie von einem Geistesgestörten acht Jahre lang festgehalten worden war, erstaunte sie die Öffentlichkeit mit ihrer Sprachgewandtheit. Die Pflege ihrer Muttersprache hatte ihr offensichtlich geholfen, die schwere Zeit zu überstehen.
Edda Moser: Die Kammersängerin stellte ein weit beachtetes „Festspiel für die deutsche Sprache“ auf die Beine. Sie holte am 19. Oktober Dichter und Schauspieler auf Schloß Heidecksburg nach Thüringen. Sie trugen literarische und philosophische Texte vor, um die Schönheit und Kraft der deutschen Sprache zu feiern.
Die ZDF-Wetterfrösche Uwe Wesp und Dieter Walch: Die beiden Diplom-Meteorologen sagen seit über zwanzig Jahren in verständlicher Sprache das Wetter vorher. Dadurch unterscheiden sie sich wohltuend von anderen Vertretern ihrer Zunft, die selbstdarstellerisch auftreten und mit wolkigen Worten ihre Aussagen vernebeln.
Centaur, die Kundenzeitschrift der Drogeriekette Rossmann: Seit Dezember 2005 ist Centaur „die erste anglizismen- und denglischfreie Kundenzeitschrift Deutschlands“. Die „Aktion Deutsche Sprache“ unter der Leitung von Hermann Neemann prüft jede Ausgabe vor Drucklegung auf überflüssige Fremdwörter.
Aktion „Lebendiges Deutsch“: Wolf Schneider, Josef Kraus, Walter Krämer und Cornelius Sommer rufen seit dem Frühjahr dazu auf, Anglizismen zu ersetzen. Sie stellen monatlich zwei im Deutschen oft verwendete, „überflüssige, häßliche oder nicht allgemein verständliche“ englische Wörter zur Diskussion und bitten um Vorschläge für deutsche Entsprechungen.
Frank Hanauer: Der Münchner Sportstudent ist der Sieger des von der DEUTSCHEN SPRACHWELT veranstalteten Nachwuchswettbewerbs für Fußballkommentierung. Mit seiner treffsicheren Sprache und seiner Wortgewandtheit bietet er sich als Alternative zu den etablierten Dampfplauderern an.
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