| Vorgeschlagen waren:
Die Präsidenten der acht deutschen Kunst- und Wissenschaftsakademien, die im November in einem gemeinsamen Brief an die Kultusminister forderten, die Rechtschreibreform rückgängig zu machen.
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, weil sie im März mit einem Kompromißvorschlag von Peter Eisenberg einen schrittweisen Weg aus dem Rechtschreibchaos vorgeschlagen hat.
Die Senioreninitiative Nürnberg (SIN) um Magda Schleip und Ursula Wolfring. Die Gruppe sammelte in der Region 10.000 Unterschriften gegen „Denglisch“ und gewann dafür die Unterstützung der „Nürnberger Nachrichten“. Eine Eingabe der SIN wurde im Herbst im Kulturausschuß des Bayerischen Landtages behandelt.
Die VDS-Regionalgruppe Stuttgart um Helmut Schumacher, weil sie die „Stuttgarter Nachrichten“ und die „Stuttgarter Zeitung“ dazu brachte, zum „Tag der deutschen Sprache“ in zahlreichen Beiträgen ausführlich über Sprachpflege zu berichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gruppe die „Stuttgarter Zeitung“ überzeugt, für eine Wochenendausgabe vollständig auf Anglizismen zu verzichten. Für jedes Ressort gibt es jetzt einen „Denglisch-Beauftragten“.
Die „Deutschsprachige Universität Budapest“, weil sie im Gegensatz zur „German University in Cairo“ als deutsche Auslandsuniversität in deutscher Sprache lehrt und forscht. Sie besteht jetzt bereits ein Jahr.
Der Schriftsteller Friedrich Dieckmann, weil er mit seinem Buch „Was ist deutsch? Eine Nationalerkundung“ in geschliffener Sprache für ein größeres Sprachbewußtsein eintritt.
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