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Sprachwahrer


Die Sprachwahrer des Jahres 2003
Akademiepräsidenten, Deutschsprachige Universität Budapest und VDS-Gruppe Stuttgart

Daß vorbildlicher Einsatz für die deutsche Sprache gewürdigt werden muß, davon sind die Leser der DEUTSCHEN SPRACHWELT überzeugt. Mit ihrer weiterhin steigenden Teilnahme an der alljährlichen Wahl zum „Sprachwahrer des Jahres“ haben sie das erneut bekräftigt. An erster Stelle steht die Regionalgruppe Stuttgart des Vereins Deutsche Sprache (VDS) mit genau 36 Prozent der Stimmen, an zweiter, für viele sicher überraschend, die Deutschsprachige Universität Budapest mit 22,8 Prozent, an dritter die Akademiepräsidenten mit 18,4 Prozent. Die Senioreninitiative Nürnberg (SIN), die es mit ihren Aktionen gegen „Denglisch“ bis in den Bayerischen Landtag geschafft hat, erreichte mit 11,4 Prozent ein gutes Ergebnis. Bemerkenswert ist, daß die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung für ihren Rechtschreibkompromiß nur 4,4 Prozent der Stimmen erhielt und damit deutlich hinter den Akademiepräsidenten liegt, die eine härtere Haltung gegen die Rechtschreibreform zeigen.

Rechtschreibwahrer: Die Präsidenten der deutschen Akademien

Sprachwahrer im Ausland: Die Deutschsprachige Universität Budapest

Wortschatzwahrer: Die VDS-Regionalgruppe Stuttgart

Wir unterbreiteten diesmal Vorschläge. Man konnte aber auch jemanden nennen, der nicht auf unserer Liste stand. Unter allen Einsendern haben wir drei Gesamtaufnahmen von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ verlost. Die glücklichen Gewinner der Verlosung heißen: Ingrid Glasner-Schapeler aus Leonberg, Johann Ernst Hostasch aus Mödling und Jan Weinmann aus Weimar.

Vorgeschlagen waren:

Die Präsidenten der acht deutschen Kunst- und Wissenschaftsakademien, die im November in einem gemeinsamen Brief an die Kultusminister forderten, die Rechtschreibreform rückgängig zu machen.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, weil sie im März mit einem Kompromißvorschlag von Peter Eisenberg einen schrittweisen Weg aus dem Rechtschreibchaos vorgeschlagen hat.

Die Senioreninitiative Nürnberg (SIN) um Magda Schleip und Ursula Wolfring. Die Gruppe sammelte in der Region 10.000 Unterschriften gegen „Denglisch“ und gewann dafür die Unterstützung der „Nürnberger Nachrichten“. Eine Eingabe der SIN wurde im Herbst im Kulturausschuß des Bayerischen Landtages behandelt.

Die VDS-Regionalgruppe Stuttgart um Helmut Schumacher, weil sie die „Stuttgarter Nachrichten“ und die „Stuttgarter Zeitung“ dazu brachte, zum „Tag der deutschen Sprache“ in zahlreichen Beiträgen ausführlich über Sprachpflege zu berichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gruppe die „Stuttgarter Zeitung“ überzeugt, für eine Wochenendausgabe vollständig auf Anglizismen zu verzichten. Für jedes Ressort gibt es jetzt einen „Denglisch-Beauftragten“.

Die „Deutschsprachige Universität Budapest“, weil sie – im Gegensatz zur „German University in Cairo“ – als deutsche Auslandsuniversität in deutscher Sprache lehrt und forscht. Sie besteht jetzt bereits ein Jahr.

Der Schriftsteller Friedrich Dieckmann, weil er mit seinem Buch „Was ist deutsch? Eine Nationalerkundung“ in geschliffener Sprache für ein größeres Sprachbewußtsein eintritt.


 
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