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Theodor Ickler

Rechtschreibwahrer des Jahres 2001

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„Vor ihm erzittern die Reformer“

Theodor Ickler ist unser Rechtschreibwahrer des Jahres

Von Manfred Riebe

[abgedruckt in: DEUTSCHE SPRACHWELT, 7. Ausgabe, 20. Februar 2002, Seite 12.]

Theodor Ickler ist Professor für Deutsch als Fremdsprache am Institut für Germanistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat sich als einer der ersten gegen die sprachzerstörerische sogenannte Rechtschreibreform gewandt und seitdem unermüdlich gegen sie gekämpft. Der Fachwelt ist er seit Jahren durch seine zahlreichen sprachwissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannt, unter anderem durch sein Rechtschreib-Wörterbuch, das im Jahr 2000 in bewährter Rechtschreibung erschien und für gehörige Mißstimmung beim Mannheimer Duden-Verlag sorgte.

Professor Ickler vertrat als Sachverständiger bei der Anhörung vor dem Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages am 2. Juni 1997, bei der Anhörung der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung am 23. Januar 1998 in Mannheim sowie bei der Verhandlung beim Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1998 in Karlsruhe die Initiative „Wir Lehrer gegen die Rechtschreibreform“ und den „Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V.“. Darüber hinaus hat sich Professor Ickler in zahlreichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Versammlungen, Briefen und Einzelgesprächen unter erheblichem persönlichen Einsatz gegen die Rechtschreibreform gewandt und ist überzeugend und entschieden für die Wahrung der bisherigen bewährten einheitlichen Rechtschreibung eingetreten.

Auch im vergangenen Jahr ist Theodor Ickler in außerordentlichem Maße für die Bewahrung der Eindeutigkeit und Klarheit der deutschen Schriftsprache eingetreten. Neben Vorträgen und zahlreichen Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften hat er besonders auf den Netzseiten der Initiative „Wir gegen die Rechtschreibreform“, www.rechtschreibreform.com, und der DEUTSCHEN SPRACHWELT, im Forum von www.deutsche-sprachwelt.de, wie kein anderer unermüdlich täglich mehrere hervorragende Beiträge geschrieben. Ein besonderes Ereignis war im März 2001 das Erscheinen seines Buches „Regelungsgewalt“, in dem Ickler die Leser über die von den Kultusministern, Rechtschreibreformern und den Medien verschwiegenen Hintergründe der Rechtschreibreform aufklärt. Auf die Titelseite schrieb Ickler ein Wort von Johann Wolfgang von Goethe: „Mir wird, je länger ich lebe, immer verdrießlicher, wenn ich den Menschen sehe, wie er gerade das Gegenteil tut von dem, was er tun will, und alsdann, weil die Anlage im Ganzen verdorben ist, im Einzelnen kümmerlich herum pfuschet.“

Krönendes Ereignis war schließlich die Verleihung des mit 15.000 Mark dotierten Deutschen Sprachpreises 2001 der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache am 21. September 2001 im Wittumspalais in Weimar. Anläßlich der Verleihung druckte die DEUTSCHE SPRACHWELT in ihrer 5. Ausgabe ein Gespräch mit Ickler ab. Die Stiftung würdigte mit dieser Auszeichnung vor allem Icklers Arbeiten auf dem Gebiet der Orthographietheorie und Orthographiegeschichte. In seinen drei Büchern „Die sogenannte Rechtschreibreform – ein Schildbürgerstreich“ (2. Auflage 1997); „Kritischer Kommentar zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung“ (2. Auflage 1999) und „Regelungsgewalt. Hintergründe der Rechtschreibreform“ (2001) habe Theodor Ickler die durch die Rechtschreibreform erfolgten Eingriffe in das gewachsene deutsche Orthographiesystem einer ebenso umfassenden wie konstruktiven Kritik unterzogen. Zugleich habe er in seinem „Rechtschreibwörterbuch“ (2. Auflage 2001) eine vorbildliche Aufbereitung und Darstellung der bewährten deutschen Rechtschreibung geboten.

Mit seinen Büchern und Beiträgen zur Rechtschreibreform habe Theodor Ickler der deutschen Sprachgemeinschaft und ihrer Kultursprache einen großen Dienst erwiesen und den Weg gezeigt, der aus der gegenwärtigen Krise der deutschen Rechtschreibung herausführen könne.

Ein Journalist schrieb nicht zu Unrecht: „Vor ihm erzittern die ‘Reformer’.“

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