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Die Sprachwahrer des Jahres
Bisherige Preisträger: Pro Deutsche Welle, Wolfgang Reinhart und Volker Hoff, Norbert Lammert und Manuscriptum, Porsche AG, Rolf Zuckowski, Initiative Sprachlicher Verbraucherschutz, Edda Moser, Natascha Kampusch, Centaur, Stadt Mühlhausen, Josephine Ahrens, Benedikt XVI., Mathias Döpfner, Karin Pfeiffer-Stolz, Bastian Sick, Akademiepräsidenten, Deutschsprachige Universität Budapest, VDS-Gruppe Stuttgart, Reiner Kunze, Katharina Burkhardt, Harald Schmidt, Theodor Ickler, Pforzheimer Versandhandel, Martin Mosebach, Karl-Heinz-Requard, Peter Vogelgesang, FAZ
Laufende Abstimmung:
Die Sprachwahrer des Jahres 2009
Wer hat sich herausragend für die deutsche Sprache stark gemacht? Nennen Sie uns „Ihren“ Sprachwahrer! Sie können aus der Liste auswählen oder einen eigenen Vorschlag einreichen. Die Wahl läuft bis zum 31. Januar 2010.
Vorgeschlagen sind:

Karl-Theodor zu Guttenberg: Bereits als er Anfang 2009 Bundeswirtschaftsminister wurde, beeindruckte er eine breite Öffentlichkeit mit seiner Sprachgewandtheit. Er spricht nicht nur gutes Deutsch, sondern auch einwandfreies Englisch und liest Platon im altgriechischen Original. Außerdem ist er in der Lage, eine mitreißende Bierzeltrede zu halten. Auch als Bundesverteidigungsminister zeichnet er sich durch sein Bemühen um eine klare, verständliche und schnörkellose Sprache aus. Anders als sein Amtsvorgänger vermeidet er nicht krampfhaft das Wort „Krieg“, wenn von Afghanistan die Rede ist. Grundsätzlich meint Guttenberg: „Wir brauchen mehr klare Sprache.“

Guido Westerwelle: Der neue Bundesaußenminister brach kurz nach seinem Amtsantritt eine Lanze für die „wunderschöne deutsche Sprache“. Auslöser war eine Pressekonferenz in Berlin, zu der die britische BBC einen Berichterstatter entsandt hatte, der kein Deutsch konnte. Westerwelle sah sich genötigt, dem Reporter, der eine Antwort auf englisch forderte, zu erklären, daß es in Deutschland üblich sei, die Pressekonferenzen in deutscher Sprache abzuhalten.

Tokio Hotel: Die weltweit erfolgreiche Musikgruppe aus Magdeburg hat bei Jugendlichen im Ausland die Neugier auf die deutsche Sprache geweckt. So führt man zum Beispiel die mittlerweile wieder wachsende Nachfrage französischer Schüler nach Deutsch als Fremdsprache auf einen Tokio-Hotel-Effekt zurück.

Xavier Naidoo: Der Sänger setzt in seinen Liedern auf die deutsche Sprache und erklärt: „Deutsch begeistert mich. Diese Tiefe, dieser Reichtum, diese Deutlichkeit. Ich knie nieder vor dieser Sprache. Sie ist ein Geschenk.“

Ulrich Wickert: Der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator tadelte im Herbst den Sprachgebrauch der Nachrichtenredaktionen von ARD und ZDF und erntete dafür große Zustimmung, nur nicht bei den Angesprochenen. Wickert hatte in der F.A.Z. geschrieben: „Wer so textet, ist nicht nur schusselig, sondern denkfaul. Und warum lassen die Redaktionschefs die sprachliche Verlotterung durchgehen? Bedeutet ihnen die Sprache so wenig, oder merken sie nichts?“

Louis van Gaal: Anfang Oktober wollte der Spiegel-Mitarbeiter Juan Moreno mit dem Trainer des FC Bayern München ein Gespräch führen. Moreno bot sogleich an, das Gespräch auf englisch oder spanisch zu führen – Sprachen, die van Gaal gut beherrscht. Doch der antwortete: „In welchem Land befinden wir uns gerade, was denken Sie?“ – Das Gespräch fand auf deutsch statt.


 

 
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