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Weser-Kurier: „Fremdwörter wurden wie Menschen ausgemerzt“

Arnulf Marzluf schrieb am 12. März 2009 im Bremer Weser-Kurier:

Sprachwelten
Die Deutsche Sprachwelt gibt bekannt: „Die Deutsche Welle darf nicht amerikanisch werden.“ So pointiert kann sich Sprache ausdrücken, wenn sie die „Sprachwelt“ in den Mund nimmt. Wellen-Intendant Erik Bettermann hatte ja nur angekündigt, man wolle verstärkt auf Englisch senden. Da Deutsch unter anderem vermutlich deshalb nicht Weltsprache geworden ist, weil deutsche Funktionäre dann doch zuviel Deutschtum im Blut hatten und die Völker andere Zungen vorzogen, liegt undeutsches Sprechen als Verständigungsmittel heute näher. Und der Fall hat uns die „Deutsche Sprachwelt“ beschert, die trotz ihrer sprachlichen Beschränkung den feinen Unterschied zwischen dem Englischen und dem Amerikanischen kennt; und dass der Unterschied gar nicht immer nur in der Sprache liegt, sondern im Denken allgemein. Das weiß man aus der deutschen Vergangenheit, in der Fremdwörter ausgemerzt wurden wie Menschen. Die Deutsche Sprachwelt beklagt nun, dass die Deutsche Welle zu allem Überfluss auch noch „Sachwalter der Menschenrechte“ sein wolle und nennt den ganzen Vorgang Amerikanisierung der Welle. 1945 nicht verwunden? Das nennt man nachhaltiges Denken.

<< Hauptseite geschrieben von dsw am 15.03.2009

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