Die Sprachzeitung für alle! Die Sprachzeitung für alle! Deutsche Sprachwelt - Gemeinsam erhalten und gestalten
Hauptseite
Wissen
Neueste Ausgabe
Berichte
Archiv
Meinung
Sprachpanscherei
Sprachwahrer
Engleutsch?
Dienste
Spenden
Verweise
Impressum
Kontakt
Nachrichten

WM-Kommentatoren: Es macht wieder Spaß zuzuhören

Einige Stimmen zu ?Sport ist Wort?, dem Nachwuchswettbewerb für Fußballkommentatoren, den die DEUTSCHE SPRACHWELT mit dem Erlanger Theater fifty fifty veranstaltete:

Sportkommentator Klaus Karl Kraus (Bayerischer Rundfunk): ?Ich finde die Idee für diesen Wettbewerb gut.?
Sportkommentator Günther Koch (Bayerischer Rundfunk): ?Die Jungs hatten es heute mit dem Kommentieren nicht leicht. Bei dem Spiel hatte man ja den Eindruck, das Toreschießen sei verboten. Und trotzdem haben die sechs Finalisten ihr Bestes gegeben. ?
Frankfurter Allgemeine Zeitung: ?Kommentieren statt Labern: Ersatz für Beckmann gefunden.?
Nürnberger Zeitung: ?Ein Fußballspiel, viele Zuschauer und jede Menge Spaß.?
Nürnberger Nachrichten: ?Ein ungewöhnlicher Fußballabend.?
Abendzeitung: ?Dellingreifnetzerwaldirubi zittert schon.?
Prinz: ?Verantsportlich.?

Die Nachrichtenagentur dpa meldet am 22. Juni 2006:

Fußball/WM/Medien/Wettbewerbe/
Münchner Sportstudent gewinnt WM-Nachwuchs-Kommentatoren-Wettbewerb

Erlangen/München (dpa/lby) ? Der Münchner Sportstudent Frank Hanauer ist als Sieger aus einem Nachwuchs-Wettbewerbs für Fußball-Kommentatoren der Zeitschrift «Deutsche Sprachwelt» hervorgegangen. Er habe sich in der Endausscheidung am Mittwochabend gegen fünf Konkurrenten durchgesetzt, teilten die Wettbewerbs-Veranstalter am Donnerstag in Erlangen mit. Der Münchner Student habe das Publikum besonders mit seiner treffsicheren Sprache und Wortgewandtheit überzeugt, teilte die aus Sportjournalisten und Sprachexperten bestehende Jury mit. Die sechs Teilnehmer der Endrunde hatten die WM-Begegnung Niederlande gegen Argentinien vor dem Fernsehschirm kommentiert.

Der Chefredakteur der «Deutschen Sprachwelt», Thomas Paulwitz, erklärte nach dem Wettbewerb: «Es macht wieder Spaß zuzuhören: Die Kandidaten haben trotz des müden Spiels gezeigt, dass auch im Fernsehen sprachlich einwandfreie und packende Fußballkommentare möglich sind, dass es Talente gibt, die heiß drauf sind, die üblichen Dampfplauderer zu übertrumpfen». Deren Kommentare empfänden viele Zuschauer als zu langweilig, fehlerhaft, zu selbstverliebt und fachlich mangelhaft. Bereits zur Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren hätten viele Fernsehzuschauer gefordert, die TV-Fußball-Kommentatoren auf die Ersatzbank zu schicken.

Eine weitere Meldung der dpa vom 22. Juni 2006:

Notizen von der Fußball-WM

AUS NICHTS NOCH GOLD GEMACHT: Konkurrenz für die Kerners, Dellings, Poschmanns und Reifs: Der Münchner Sportstudent Frank Hanauer ist als Sieger aus einem Nachwuchs-Wettbewerb für Fußball-Kommentatoren der Zeitschrift «Deutsche Sprachwelt» hervorgegangen. Der Chefredakteur der «Deutschen Sprachwelt», Thomas Paulwitz, erklärte nach dem Wettbewerb mit der Partie Niederlande gegen Argentinien: «Es macht wieder Spaß zuzuhören: Die Kandidaten haben trotz des müden Spiels gezeigt, dass auch im Fernsehen sprachlich einwandfreie und packende Fußballkommentare möglich sind, dass es Talente gibt, die heiß drauf sind, die üblichen Dampfplauderer zu übertrumpfen». Deren Kommentare empfänden viele Zuschauer als zu langweilig, fehlerhaft, zu selbstverliebt und fachlich mangelhaft.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt am 23. Juni 2006:

Kommentieren statt Labern
Ersatz für Beckmann gefunden


lika. FRANKFURT, 22. Juni. Frank Hanauer hat das, was Reinhold Beckmann nicht hat. Das findet zumindest die Expertenelf des Wettbewerbs ?Sport ist Wort?, die den Sportwissenschaftler aus München am Mittwoch abend zum besten Nachwuchskommentator der Region kürte. Hanauer überzeugte im Finale der besten sechs, die jeweils fünfzehn Minuten lang das Spiel Argentinien gegen die Niederlande vor Publikum und Jury im Erlanger Theater ?Fifty Fifty? kommentieren durften. Die Aufgabe war anspruchsvoll, hatten sich die Veranstalter doch einen rechten ?Grottenkick? ausgesucht, wie einer der Kommentatoren freimütig zugab. Aber Hanauer überzeugte das Publikum ?mit treffsicherer Sprache und Wortgewandtheit?, lobt Thomas Paulwitz, Chefredakteur der Zeitung ?Deutsche Sprachwelt?, der durch den Abend führte. Die Zeitung hatte bereits zur Europameisterschaft vor zwei Jahren den Austausch der etablierten Kommentatoren wie Beckmann oder Kerner gefordert. Paulwitz möchte das ?Prinzip Talkshow? aus dem Fußball verbannen. ?Es wird lang und breit gelabert, während das Spiel vor sich hin läuft. Es ist oft völlig emotionslos.? Beim Wettbewerb dagegen seien die Kommentare ?packend? gewesen. Die Nachwuchsreporter hätten sich auf das Spiel konzentriert, nicht so sehr auf das Drumherum. Geholfen habe auch der direkte Austausch mit dem Publikum. ?Wir hatten einige Holländer im Publikum. Wenn ein Name falsch ausgesprochen wurde, haben die Zuschauer direkt korrigiert. Diese Rückkoppelung fehlt den Kommentatoren im Fernsehen?, meint Paulwitz. Einer der sechs Finalisten hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, in den letzten Spielminuten die Alltagskommentatoren zu parodieren: ?Das Spiel geht unentschieden aus, wenn jetzt nicht noch ein Tor fällt.?

<< Hauptseite geschrieben von dsw am 22.06.2006

Dieses Neuigkeitensystem wurde von Phil Marx entwickelt.
http://www.yubb.de

 
Zurück Nach Oben
© 2000-2008 Verein für Sprachpflege e. V. – Alle Rechte vorbehalten!