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Gälisch wird 21. EU-Amtssprache

Ab dem Jahr 2007 wird das irische Gälisch die 21. Amtssprache der Europäischen Union (EU). Das berichtete gestern der britische Rundfunk BBC. Irland hatte den Antrag auf die Anerkennung von Gälisch als Amtssprache Ende 2004 gestellt. Vorgestern haben die EU-Außenminister in Luxemburg einstimmig zugestimmt. Bislang war Irisch lediglich Vertragssprache: Nur die EU-Verträge gab es in einer rechtsverbindlichen irischen Fassung. Andere Rechtsakte und Dokumente wurden nicht übersetzt. Es gab keine Dolmetscher für Gälisch: Europaabgeordnete oder Regierungsvertreter konnten sich nicht auf gälisch äußern.

Katalanisch/Valencianisch, Baskisch und Galizisch, die in Spanien gesprochen werden, sind ebenfalls aufgewertet worden und haben nun den Rang einer EU-Vertragssprache. Auch diese Sprachen sind künftig in den EU-Institutionen zugelassen. Die Übersetzungskosten in Höhe von jährlich etwa 1,5 Millionen Euro übernimmt die spanische Regierung. Damit können sich die Spanier in diesen Sprachen an acht verschiedene EU-Institutionen wenden. Darunter befindet sich auch das Europäische Parlament. Übersetzungen von Rechtsakten soll der spanische Staat erstellen. Damit sind diese nicht rechtsverbindlich. Katalanisch wird von sechs Millionen Menschen gesprochen, Gälisch von 1,4 Millionen.

<< Hauptseite geschrieben von dsw am 15.06.2005

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