Die Sprachzeitung für alle! Die Sprachzeitung für alle! Deutsche Sprachwelt - Gemeinsam erhalten und gestalten
Hauptseite
Wissen
Neueste Ausgabe
Berichte
Archiv
Meinung
Sprachpanscherei
Sprachwahrer
Engleutsch?
Dienste
Spenden
Verweise
Impressum
Kontakt
Nachrichten

Welttag der Muttersprache: Unternehmen sollen Landessprachen achten

Erlangen, 20. Februar 2005 ? Anläßlich des morgigen Welttags der Muttersprache ruft die DEUTSCHE SPRACHWELT die weltweit tätigen deutschen Unternehmen dazu auf, die Sprachen der Welt zu achten. ?Deutsche Unternehmen sollten dafür Sorge tragen, nicht in einen englischen Sprachkolonialismus zu verfallen?, erklärte der Schriftleiter der Sprachzeitung, Thomas Paulwitz. Das beginne bereits im eigenen Land und höre im Ausland nicht auf. Der Reichtum der Sprachen müsse erhalten bleiben und genutzt werden. Die DEUTSCHE SPRACHWELT schlägt vor, in großen Unternehmen ehrenamtliche Sprachbeauftragte einzusetzen, die bei der Verwendung einer guten deutschen Ausdrucksweise helfen.

?In den Führungsebenen großer deutscher Unternehmen fehlt nicht nur ein Bewußtsein für die Sprachenvielfalt in der Welt, sondern auch das Gespür für die deutsche Sprache", so Professor Hans-Manfred Niedetzky, der Vorsitzende des Vereins für Sprachpflege, der die DEUTSCHE SPRACHWELT herausgibt. "Deutsche Vorstände reichern ihre Reden und Veröffentlichungen mit unverständlichen Anglizismen an und zwingen ihre Mitarbeiter, am Arbeitsplatz Englisch zu verwenden.? Zu den Schwarzen Schafen gehören laut Niedetzky zum Beispiel die Unternehmen Allianz, Siemens, Schott, Conti und Metro.

Der Degussa-Vorstandsvorsitzende Utz-Hellmuth Felcht spreche von ?Blue Spirit? und den ?Initiativen Linking Knowledge und Solutions to Customer?. Der ehemalige Siemens-Lenker Heinrich von Pierer schreibe im Geschäftsbericht, das Management handele nach dem Motto ?Cash is King?. ?Diese Worthülsen sind genauso unverständlich wie das ?Smartsourcing? von Josef Ackermann, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank?, so Niedetzky.

In Berichten zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung (sogenannten ?Corporate Citizenship Reports?) streichen dieselben Vorstände vollmundig ihre Verantwortung für die Gesellschaft heraus. "Wenn Unternehmen sich verpflichten, gesellschaftlich verantwortlich zu handeln, dann gehört dazu nicht nur der Scheck für kulturelle Veranstaltungen, sondern auch der verantwortungsbewußte Umgang mit der jeweiligen Landessprache", so Niedetzky. Der Internationale Tag der Muttersprache biete deutschen Unternehmenslenkern eine gute Gelegenheit, ihre Gleichgültigkeit oder Abneigung gegenüber der deutschen Sprache abzulegen und in ein gesundes Sprachbewußtsein umzuwandeln.

Zur Pressemitteilung:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2005-02-20.shtml

--------------------------------

Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

Schriftleitung:
Postfach 1449
D-91004 Erlangen
Fernruf 0049-(0)9131-480661
Ferndruck (Fax) 0049-(0)9131-480662
www.deutsche-sprachwelt.de
schriftleitung@deutsche-sprachwelt.de

Probeexemplare der Sprachzeitung können Sie hier bestellen:
bestellung@deutsche-sprachwelt.de


<< Hauptseite geschrieben von dsw am 20.02.2005

Dieses Neuigkeitensystem wurde von Phil Marx entwickelt.
http://www.yubb.de

 
Zurück Nach Oben
© 2000-2008 Verein für Sprachpflege e. V. – Alle Rechte vorbehalten!