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PRESSEMITTEILUNG – PM 2006-06-22

WM-Kommentatoren: Ersatz für Dampfplauderer

Erlangen, 22. Juni 2006 – Kerner und Beckmann haben Konkurrenz bekommen: Während des gestrigen WM-Vorrundenspiels Argentinien gegen die Niederlande kämpften sechs Nachwuchskommentatoren um den Sieg im Wettbewerb „Sport ist Wort“. Aufgrund anhaltender Kritik an den sprachlichen Leistungen von Fußballkommentatoren bei Fernsehübertragungen hatten das Erlanger Theater fifty fifty und die Sprachzeitung DEUTSCHE SPRACHWELT mit Hilfe einer Expertenelf Ersatz gesucht.

Sportreporter Günther Koch erlebte als Gast mit, wie sich Frank Hanauer aus München gegen fünf Konkurrenten durchsetzte. Der Sieger studiert Diplom-Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation. „Hanauer überzeugte das Publikum besonders mit seiner treffsicheren Sprache und seiner Wortgewandtheit“, erklärte Thomas Paulwitz, der Chefredakteur der DEUTSCHEN SPRACHWELT, der durch den Abend führte. Den Unterschied zu den etablierten Sprechern faßt Paulwitz so zusammen: „Es macht wieder Spaß zuzuhören. Die Kandidaten haben trotz des müden Spiels gezeigt, daß auch im Fernsehen sprachlich einwandfreie und packende Fußballkommentare möglich sind; daß es Talente gibt, die heiß darauf sind, die üblichen Dampfplauderer zu übertrumpfen.“ Deren Kommentare empfinden viele Zuschauer als zu langweilig, zu fehlerhaft, zu selbstverliebt und fachlich mangelhaft.

Bereits zur Europameisterschaft vor zwei Jahren hatte die DEUTSCHE SPRACHWELT aufgrund zahlreicher Zuschauerproteste gefordert, die Fernsehkommentatoren auszuwechseln oder zumindest ins Sprachtrainingslager zu schicken. Weil sich jedoch nichts änderte, wurde jetzt der Nachwuchswettbewerb ins Leben gerufen, der bereits Nachahmer findet.

Eine Elf namhafter Journalisten und Sprachkritiker hatte aus den Bewerbungen die Kandidaten ausgewählt, die eine Viertelstunde lang das Spiel Niederlande gegen Argentinien kommentierten: Harald Kaiser (kicker-Sportmagazin), Daniell Westgate (BILD Nürnberg), Markus Löser (Abendzeitung Nürnberg), Stefan Mößler-Rademacher und Manfred Koch (Erlanger Nachrichten), Christian Rothmund (dpa, Nürnberger Zeitung, Prinz), Klaus Karl-Kraus (Bayerischer Rundfunk), Ralf Birke (Agentur Birke und Partner), Marius Kliesch (Agentur Publicis), Christoph Zitzmann (Deutsche Akademie für Fußballkultur) und Thomas Paulwitz (Deutsche Sprachwelt).

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

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