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PRESSEMITTEILUNG – PM 2005-09-09

Tag der deutschen Sprache:
mehr Deutschstunden

Erlangen, 9. September 2005Zum morgigen Tag der deutschen Sprache fordert die DEUTSCHE SPRACHWELT, den Deutschunterricht an den Schulen stark aufzuwerten. „Die Muttersprache öffnet das Tor zur Bildung“, erklärte der Chefredakteur der Sprachzeitung, Thomas Paulwitz. Die Anzahl der Deutschstunden müsse erhöht werden. Während in den meisten Ländern der Welt die Muttersprache als Unterrichtsfach etwa ein Viertel des schulischen Gesamtunterrichts ausmacht, sind es in Deutschland nur 16 Prozent: „Das ist bestürzend wenig.“ Wer sicher in seiner Muttersprache sei, könne auch Fremdsprachen leichter erlernen.

Außerdem fordert die DEUTSCHE SPRACHWELT eine andere Ausrichtung des Unterrichts. Deutschlehrer müßten wieder mehr auf Vielfalt und Genauigkeit des Ausdrucks achten, denn das Bemühen um beste Verständlichkeit fördere allgemein das genaue Denken. Darüber hinaus sei es ein Zeichen der Achtung gegenüber den angesprochenen Mitmenschen. Die uneinheitlich gewordene Rechtschreibung wirke diesem Bestreben ebenso entgegen wie das Anbiedern an Jugendliche in pädagogischen Programmen mittels vermeintlich lässig-„cooler“ Anglizismen. Als abschreckendes Beispiel nannte Paulwitz das mißlungene Motto einer Nichtraucher-Kampagne: „Be smart, don’t start“.

Des weiteren will die Sprachzeitung, daß der Deutschunterricht die Literatur wieder stärker beachtet. Sie werde derzeit zu sehr von Gebrauchstexten verdrängt. Das Schillerjahr biete einen schönen Anlaß, Friedrich Schillers fesselnde Balladen wiederzuentdecken. Es schade auch nicht, wenn wieder einmal ein Gedicht auswendig gelernt werde.

Zahlreiche Zuschriften von Lesern der DEUTSCHEN SPRACHWELT belegten leider, daß sich nicht alle Deutschlehrer ihrer Verantwortung für die muttersprachliche Bildung bewußt sind. Da ist von einem Deutschlehrer zu lesen, der seine Schüler ständig als „Kids“ anredet; oder von Deutschlehrern, die Goethe als „Macho“ bezeichnen und im Unterricht links liegen lassen; oder von einem anderen Deutschlehrer, der ausrief: „Goethe? Was brauchen das die Schüler!“ Es gelte, so Paulwitz, den Schülern unter Einbeziehung der Eltern wieder die Lust am Lesen zu vermitteln.

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

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