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PRESSEMITTEILUNG – PM 2004-10-06

Bundestagsabgeordnete fordern Ende der Rechtschreibreform und eine Schreibentwicklung ohne Einmischung des Staates
Antrag an den hessischen FDP-Landesparteitag

Erlangen, 6. Oktober 2004

Die Rechtschreibung soll künftig weder vom Staat noch von Kommissionen, Instituten oder Verlagen geregelt werden. Das fordern die hessischen FDP-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gerhardt, Hermann Otto Solms, Heinrich Kolb und Hans-Joachim Otto in einem Antrag an den bevorstehenden Landesparteitag der hessischen Freien Demokraten am 9. Oktober 2004 in Limburg. Sie erklären die Rechtschreibreform für gescheitert. Sie fordern die Ministerpräsidenten der Länder, besonders den hessischen Regierungschef Roland Koch auf, die Reform vollständig zurückzunehmen. Das gelte auch für die von der Zwischenstaatlichen Kommission vorgenommenen „Detailanpassungen“ mit „Variantenzulassungen“, die zu einem erneuten Änderungsbedarf der Wörterbücher in rund 3000 Fällen führen würden.

Die Sprachzeitung DEUTSCHE SPRACHWELT begrüßte die Initiative. Schriftleiter Thomas Paulwitz erklärte: „Der Antrag der Bundestagsabgeordneten zeigt einen gangbaren Weg aus dem Rechtschreibchaos. Er trägt zur Versachlichung der Debatte bei und bietet eine behutsame Lösung an.“

Die liberalen Bundestagsabgeordneten fordern, daß ab 1. Januar 2005 die Rechtschreibung in ihrer Form vor Einführung der Neuregelung wieder gilt. Für die Schulen soll ein Übergangszeitraum von zehn Jahren verbindlich sein. Für den Gebrauch von Unterrichtsmaterialien sollen Übergangsfristen festgelegt werden, die ein kostenneutrales Aufbrauchen der bereits umgestellten Werke ermöglichen.

Die hessischen Abgeordneten verlangen, daß künftig die Rechtschreibung nicht mehr an den Duden gebunden wird. Es soll, wie auch in anderen Ländern, den Verlagen und Instituten überlassen sein, die Rechtschreibung empirisch zu erforschen und sinnvoll darzustellen. Die FDP-Abgeordneten appellieren an die Bürger, Verwaltungen, Verlage und Schriftsteller, so schnell wie möglich zur bewährten Rechtschreibung zurückzukehren. Zum Wortlaut des Antrages...

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