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PM 2004-01-02
PRESSEMITTEILUNG / DEUTSCHE SPRACHWELT – Die Plattform für alle, die Sprache lieben

Zum 175. Geburtstag von Konrad Duden:
Rechtschreibchaos beenden

Erlangen, 2. Januar 2004

Anläßlich des morgigen 175. Geburtstages von Konrad Duden ruft die Sprachzeitung DEUTSCHE SPRACHWELT Kultusminister und Medien dazu auf, wieder zu einer einheitlichen Rechtschreibung zu finden. „Kein schöneres Geburtstagsgeschenk könnten wir Konrad Duden machen, als das Rechtschreibchaos zu beenden“, erklärte der Schriftleiter der DEUTSCHEN SPRACHWELT, Thomas Paulwitz.

Konrad Duden (1829 bis 1911) setzte sich sein Leben lang für die Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung ein. Im Jahre 1880 erschien sein Hauptwerk, das „Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“, das zur Grundlage der deutschen Rechtschreibung wurde. 1902 beschloß der Bundesrat, daß Dudens „Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis“ für alle deutschen Länder verbindlich seien. Erst am 1. August 1998 ging mit dem Inkrafttreten der Rechtschreibreform die orthographische Einheit zu Ende. Seither herrscht ein Rechtschreibchaos.

„Konrad Duden würde heute die Stirn runzeln, wenn er die Mißhandlung seines Vermächtnisses sähe“, meint Paulwitz und erinnert an die Ergebnisse der Pisa-Untersuchung: „Die einheitliche Rechtschreibung ist eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung der Lesekompetenz.“ Durch die Einführung der Rechtschreibreform entstanden jedoch unterschiedliche Ausprägungen der Reform: Die Nachrichtenagenturen übernahmen nur einen Teil der neuen Regeln, Zeitungen wie die „Frankfurter Allgemeine“ blieben sogar bei der klassischen Schreibweise oder kehrten zu ihr zurück. Nur Schulen und Behörden mühen sich, alle Regeln der Rechtschreibreform zu beachten.

Einen Ausweg aus diesem Durcheinander sieht die DEUTSCHE SPRACHWELT im weiteren Rückbau der Reform und in der Wiederannäherung an die klassischen Duden-Regeln. Am 1. August des nächsten Jahres endet die Übergangsfrist für die Rechtschreibreform. Bis dahin müsse endlich eine Lösung gefunden sein, lautet der eindringliche Appell der Sprachzeitung. Konrad Duden würde es freuen.

Die deutsche Rechtschreibung muß einheitlich geregelt sein.
(3. sprachpolitische Forderung der DSW)

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

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