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Erneute Schlappe für die Rechtschreibreform Allensbacher Rechtschreib-Umfrage beflügelt Resolution für die Rückkehr zur klassischen Schreibung / Spendenkonto eingerichtet Erlangen, 19. April 2002 Durch die jetzt veröffentlichte Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie hat die Rechtschreibreform binnen kurzem die zweite schwere Niederlage hinnehmen müssen. Die erste entstand vor wenigen Wochen durch das Bekanntwerden des 3. Berichts der Rechtschreibkommission, der das Scheitern der Reform offenbarte. Nur zehn Prozent der von Allensbach Befragten befürworten die Rechtschreibreform. Unterdessen sammeln sich die Anhänger der klassischen Schreibung hinter einer Resolution gegen die Rechtschreibreform. Daß die Reform nach wie vor auf breite Ablehnung stößt, haben Claudia Ludwig, 1. Vorsitzende des Vereins Lebendige deutsche Sprache, und Astrid Luise Mannes, die beiden Hauptinitiatoren der Resolution zur Wiederherstellung der bisherigen einheitlichen Rechtschreibung in Gesprächen immer wieder festgestellt. Die Resolution findet man im Netz unter www.deutsche-sprachwelt.de/archiv/resolution.shtml . Das rasche Anwachsen der Unterstützerliste auf über 90 Organisationen in nur wenigen Wochen zeigt die breite Zustimmung für die klassische Rechtschreibung. Zu den Unterzeichnern gehören die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) in München, die evangelische Nachrichtenagentur idea und auch Tageszeitungen. Astrid Mannes, Koordinatorin der Resolution, sieht sich in ihren Bemühungen bestätigt: Besonders verärgert sind die Menschen über die Nachbesserungen an der Reform. Die Ankündigung der Reform der Reform hat das Faß zum Überlaufen gebracht. Die Kosten für die ständigen Umstellungen und Umschulungen sind enorm. Nicht ohne Grund werden besonders aus den Reihen der Politik die Rufe nach einer Umkehr zur alten Rechtschreibung immer lauter. Claudia Ludwig betont: Nach der Umstellung auf die neue Rechtschreibung machen Kinder mehr Fehler als je zuvor. Durch die verschiedenen Schreibweisen, die sie in Büchern, Texten, guter Literatur, Briefen und anderem lesen, sind sie völlig verunsichert. Sie lernen heute Schreibweisen, die morgen schon durch die 'Reform der Reform' nicht mehr richtig sind. Das muß ein Ende haben! Kinder brauchen einheitliche Rechtschreibregeln; deshalb müssen wir so schnell wie möglich zurück zur klassischen Rechtschreibung! Wer die Resolution für die Einheit der Rechtschreibung unterstützen möchte oder Fragen hat, der wende sich an: Astrid Luise Mannes Zur möglichst weiten Verbreitung der Resolution wurde außerdem ein Spendenkonto eingerichtet: Verein für Sprachpflege e. V. Die Resolution im Netz: Resolutionsanschrift der DSW: *************** Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit einer Auflage von bis zu 50.000 Stück eine der größten Sprachzeitungen des deutschen Sprachraumes. Sie erscheint vierteljährlich im Berliner Format auf zwölf Seiten und ist das Sprachrohr einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Schriftleitung: Probeexemplare der Sprachzeitung können Sie hier bestellen:
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