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7. Oktober 2000
Netzwerk Deutsche Sprache

Entschließung von Friedrichshafen
gegen die einseitige Begünstigung der englischen Sprache


In Europa wird das Englische in der Schule einseitig als erste obligatorische Fremdsprache begünstigt.

Die sprachlich-kulturelle Vielfalt Europas droht dadurch verloren zu gehen.

Immer mehr Menschen lernen nur noch Englisch als Fremdsprache und verlieren damit das Verständnis für die anderen europäischen Kulturnationen. Der kulturelle Reichtum Europas, der in seiner wunderbaren Vielfalt liegt, geht damit verloren. Darüber hinaus führt die Vereinheitlichung von Kulturen und Sprachen zu mangelndem Verständnis für Menschen anderer Kulturkreise und Nationen. Dies äußert sich einerseits in neuem, ökonomisch bedingtem Chauvinismus und andererseits in Fremdenhaß.

Die heute in Friedrichshafen versammelten Sprachpflegevereine im „Netzwerk Deutsche Sprache“ fordern deshalb als erste obligatorische Fremdsprachen in den Schulen die Sprachen auch anderer europäischer Länder, zum Beispiel eines Nachbarlandes.

Es ist sprachdidaktisch belegbar, daß unter dieser Voraussetzung auch die Fremdsprache Englisch mindestens ebenso erfolgreich erlernt wird, wie wenn sie als erste Fremdsprache gelernt worden wäre.

U n t e r z e i c h n e r

– Association pour le Pluralisme linguistique et culturel en Europe, Nantes

– Bund für deutsche Schrift und Sprache e.V., Deutschland/Österreich

– Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V.

– Interessengemeinschaft Muttersprache in Österreich Graz e.V.

– Verein „Muttersprache“, Wien

– Arbeitskreis Deutsche Muttersprache in Südtirol

– Sprachkreis Deutsch, Bubenberg-Gesellschaft, Bern

– Verein Deutsche Sprache e.V., Dortmund

 

 
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