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uuieder iupeln die Reformer!

Lauter überflüssige Buchstaben – die neuen Reformvorschläge

Glosse von Alexander Glück

In diesem Text soll es um die Abschaffung überflüssiger Buchstaben gehen. Jemand erklärte mir, daß wir das ß nicht brauchen, also schaffen wir es ab, wie die Schweizer.

Und schon geht es viel leichter, die Schüler machen weniger Fehler und sind froh darüber, dass sie sich mit dem komischen Zeichen nicht mehr rumplagen müssen. Also suchen wir noch weitere Zeichen, die weg können. Das sch wird sh, das ch machen wir zu h und das ck wird k:

Shon besser, oder? Damit haben wir drei ganz beknakte Zeihen entfernt, sparen viel Zeit – und auh die Fehlerzahlen sinken weiter! auh noh andere Buhstaben eigentlih überflüssig sind: Fort mit dem Plunder! Weiter geht's mit der Aufräumerei. Alle Buhstaben mit Pünkthen drüber kann man einsparen, wenn man ae, oe und ue shreibt.

Wieder ist alles ein wenig leihter geworden. Aber es gibt immer noh reihlih Reformbedarf. Das c kann jetzt durh z oder k ersetzt werden. Nebenbei bemerken wir, dass auh das tz shon lange auf den Muellhaufen gehoert – wozu haben wir shliesslih ein z?

Neun Zeihen wurden auf diese Weise bereits ausgehauen, aber es geht noh weiter, denn shliesslih koennen wir jezt noh das v ersezen. Entweder shreiben wir dafuer f oder w, ganz nah Aussprahe. Und wo wir nun shon einmal dabei sind: Das w, dieser alte germanishe Shreibfehler, den es bei den Roemern niht gab, koennen wir jezt durh uu ersezen, so uuie es ja eigentlih gedaht uuar. Damit ist das ABZ bereits um elf Zeihen kleiner geuuorden.

Jezt kommt das g dran, klingt ja fast uuie k. Eine uueitere Fereinfahunk, die unseren Shuelern siher rash helfen uuird, shneller Deutsh zu lernen. Und uueil b fast p ist, ersezen uuir auh dieses ueperfluessike Zeihen.

Dapei stellt sih heraus, dass auh das s urspruenklih nur eine Nepenform des z uuar und daher keztrihen uuerden kann. Kenauzo ferhaelt ez zih mit d und t, lezterez hauen uuir rauz. Daz h izd ja eikendlih nur ein Hauh, dafuer zezen uuir jezd daz Apozdrop', z'aud ja au' fiel pezzer auz, irkenduuie ke'eimnizfoll. J ferz'uuinded zukunzden fon i. Daz m izd fermudli' auz nn endzdanden, uuieder iupeln die Reformer.

Q kann lei'd dur' ku erzezd uuerden, und r pekonnnnen uuir au' uuek, fiellei'd dur' l? Nein, daz uuaele falz'. Iezd nna'en uuil auz x no' z'nell kz und auz ii uuild ii. Zupel, kell?

UUeil uuil iezd no' uueidel lefolnnielen uuollen, felzi'den uuil in Zukunfd auf die Klozzpu'zdapen. UUel plau'd denn zouuaz – eikendli' nul leakdionaele P'ilizdel, die Zpla'e alz Œellz'afdzinzdlunnend* penuzen uuollen.

und dez'alp Œapen uuil iezd endli eine lefolnnielde deudz'e z'lifdzpla'e, die aeuzzelli' zuual uuiedel ein piz'en ald'o'deudz' auzzie'd, apel nnid einenn kanz kleinen zei'enzaz auzkonnnnd und da'el e'd kud keeikned izd, die fe'lelza'l del z'uelel kanz deudli' zu fellinkeln. eine lefolnn izd follpla'd, iezd nnuezzen uuil zie nul no' dul' die inzdanzen pauken!

*) Herrschaftsinstrument

 

 
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