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Engleutsch? Nein danke!

„Es gehört Mut dazu, deutsch zu schreiben“

von Dieter Hammer

(erschienen in FACKÖVERSÄTTAREN, ORGAN FÖR SVERIGES FACKÖVERSÄTTARFÖRENING, Nr 1, februari 2001, Seite 11)

TYSKA

Boken ”Engleutsch? Nein Danke!” handlar om hur det tyska språket överflödas av amerikanska begrepp. Det kritiseras att man använder anglicismer fastän det finns tyska ord för samma sak. Boken ska hjälpa översättaren med att hitta rätt ord. En anvisning beskriver hur man kan skaffa tyska ord, följt av en lista med översättningar av många ord och fackbegrepp.

Ein Artikel unter der Headline (= Überschrift) Sprache in meinem Leibblatt ,Wiener Journal‘ vom November 2000 machte mich auf das Buch ,Engleutsch? Nein danke!‘ aufmerksam, das mir in dieser Form un- bzw. unterbewusst schon immer abgegangen ist. Beim Durchblättern fielen mir plötzlich alle diese Wörter ein, die mir schon immer zuwider waren, die uns aber tagtäglich im deutschsprachigen Fernsehen (vor allem in den synchronisierten amerikanischen Soap Operas = Seifenopern, Schmonzetten, Herz-Schmerz-Serien ...), aber auch in Büchern und Zeitungen immer wieder begegnen: Die (meist) amerikanischen Ausdrücke, die sich wie ein Gift in unsere Sprache eingeschlichen haben und denen man auch im Schwedischen immer wieder begegnet. Wer von uns war nicht schon versucht, die gut schwedischen Begriffe ,cashflow‘ (=Zahlungsfähigkeit, Liquidität) oder ,trend‘ (=Entwicklung, Richtung...) einfach genau so in die deutsche Übersetzung zu übernehmen?

Unter der redaktionellen Betreuung von Thomas Paulwitz, Stefan Micko und anderen, und gestützt auf viele Beiträge von Freunden der deutschen Sprache weltweit, hat man jetzt schon die 2. Auflage herausgebracht. Die erste verkaufte sich in 33.000 Exemplaren und wurde von Zeitungen und anderen Medien im deutschsprachigen Raum beachtet. Man hat vor allem das Ziel verfolgt, Erste Hilfe in allen diesen (uns Übersetzern hinreichend bekannten) Situationen zu leisten, in denen man einem englischen Begriff mehr oder weniger hilflos gegenüber steht, weil einem nichts Besseres einfällt. Und das zu einem Preis von DM 14,50 für 132 Seiten Wörterliste, Erklärungen und unterhaltende ,Leserbriefe‘!

Zuerst machen sich die Verfasser an die Definitionen. Zielbewusst grenzt man das Problem ab, bespricht Unterschiede zwischen ,Angedeutschtem Englisch‘ und ,Pseudoenglisch‘, erklärt Begriffe wie ,Lehnwörter‘ und ,Lehnschöpfungen‘, empfiehlt einige ,Goldene Verdeutschungsregeln‘. Darauf folgt die eigentliche Liste und die ist eine Goldgrube. Es werden nicht nur alltägliche, immer wieder gehörte Begriffe übersetzt (Daddy, Artdirector, Megastar, Stress...), sondern auch viele Fachausdrücke (HiFi, ROM, Service... ). Oft greift man sich wirklich an den Kopf, z.B. beim Airbag, der 1971 von Mercedes zum Patent angemeldet wurde, und den trotzdem niemand Prallkissen nennt. Kurz und gut, will man ein deutsches Wort haben, so findet man es hier, oder man erhält auf jeden Fall ein paar Tipps, wie man es selbst aufbauen kann.

Das Büchlein ermuntert auch zum Selbstdenken. Vor allem technische Übersetzer sollten meiner Ansicht nach vermeiden, englische Ausdrücke zu verwenden, wo es ein deutsches Wort gibt. Selbst wage ich es oft nicht – ich weiß ja meistens nicht, was gerade in dieser oder jener Branche gebräuchlich ist. Es gehört Mut dazu, deutsch zu schreiben, und vielleicht auch etwas Geschick, den deutschen Ausdruck einem mit Englisch verwöhnten (verdorbenen?) Leserkreis begreiflich zu machen.

Bestellen kann man das Buch bei

Engleutsch? Nein danke!
Postfach 27
A-2103
Lang-Enzersdorf
Fax: 0043 2244 30542
E-Post: Sprachwelt@t-online.de.

Dahinter steht der Verein für Sprachpflege, der auch die Zeitschrift Deutsche Sprachwelt herausgibt, mit der Schriftleitung in D-91004 Erlangen, Postfach 1449.

Dieter Hammer
dieter.hammer@swipnet.se

 

 
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