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26. September 2001:
1. Tag der deutschen Sprache

Von Heinz-Dieter Dey

2. Vorsitzender des Regionalverbands 65 im Verein Deutsche Sprache
Leiter der Arbeitsgruppe „Tag der deutschen Sprache”

Der erste „Tag der deutschen Sprache“ am 26. September 2001 ergänzt die vielen erfolgreichen Einzelaktionen der Mitglieder des „Vereins Deutsche Sprache e. V.“ (VDS), um ein Umdenken im gesamten deutschsprachigen Raum und bei allen gesellschaftlichen Gruppen hinsichtlich des Gebrauchs der deutschen Sprache zu bewirken. Im Vordergrund steht die Bestrebung, der Überfrachtung unserer Muttersprache mit überflüssigen englischen, amerikanischen und scheinenglischen Ausdrücken in der deutschen Sprache entgegenzutreten, damit die Eigenständigkeit unserer Kultur mittel- und langfristig erkennbar bleibt.

Zur Darstellung des Vereinsanliegens finden an diesem Tag in vielen Regionen des VDS Veranstaltungen statt, darunter Info-Stände, Dichterlesungen, verbale und musikalische Vorträge und kabarettistische Aufführungen. Plakate und Sonderstempel-Karten tragen den diesjährigen Leitspruch: Klares Deutsch – klares Englisch – kein Denglisch (überflüssige Vermischung von Deutsch und Englisch).

Mit diesem Tag beteiligt sich der VDS auch an dem von EU und Europarat ausgerufenen „Europäischen Jahr der Sprachen 2001“ (EJS). Die Initiatoren des EJS weisen auf die zentrale Bedeutung des Sprachenerwerbs für die künftige gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Europa hin. Sprachliche Vielfalt sei ein Schlüsselelement des kulturellen Erbes Europas und seiner Zukunft.

Der VDS veranstaltet seinen ersten „Tag der deutschen Sprache“ gleichzeitig mit dem „Europäischen Tag der Sprachen“, damit auch die gegenseitige Abhängigkeit der Ziele deutlich wird.

Die auch vom VDS unterstützten Ziele der europaweiten Informationskampagne zum „Europäischen Tag der Sprachen“ sind die „Förderung des Sprachenlernens bzw. der Mehrsprachigkeit, die Vertiefung des Bewußtseins für die Bedeutung der sprachlichen Vielfalt in der EU und der damit verbundenen kulturellen Werte, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Sprachenlernen und Sprachenunterricht“.

Deutsch mit seinen etwa 100 Millionen Sprechern behält als Fremdsprache für unsere europäischen Nachbarn, aber auch für alle anderen Partnerländer, nur dann seine Anziehungskraft, wenn sie sich innerhalb der europäischen und außereuropäischen Sprachen gleichgewichtig behauptet. Das kann aber nur gelingen, wenn sich die Wahrnehmung der eigenen Muttersprache in Deutschland als positiver kultureller Wert bei allen deutschen Sprechern wieder einstellt und die schlechten Sprachgewohnheiten abgelegt werden.

Der „Tag der deutschen Sprache“ soll auch dazu dienen, der Mehrheit unserer Bevölkerung, die in verständlichem Deutsch angesprochen werden will, eine Stimme zu verleihen. Er wird künftig regelmäßig am 2. Samstag im September veranstaltet, im nächsten Jahr also am 14. September 2002.

 

 
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